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Margitta Hahn beginnt etwas Neues – außerhalb der Kreuzkirche

30.04.2020, 15:00

Was für eine lange Zeit geht für dich zu Ende. Fangen wir vorne an. Wie kam es, dass du damals in der
Kreuzkirche angefangen hast und wann war das?
Gitta: 1986 hat Ahli (Pfr.i.R. Hans-Georg Ahl) mich gefragt, ob ich im Kindergarten arbeiten möchte. Ich habe gerne zugestimmt und zunächst unter der Kreuzkirche und später am Annaberg gearbeitet. Durch spätere Mitarbeit auf einer Familienfreizeit mit Ahli und Schwanne (Schwester Annegrete Hintz) kam von ihnen die Frage auf, ob ich nicht die Nachfolge von Schwanne in der Kinderarbeit antreten möchte. Die habe ich dann angetreten, erst neben der Arbeit im Kindergarten und schließlich nur noch auf der halben Jugendreferentenstelle.


Was war ein herausragendes Erlebnis in deiner Zeit?
Gitta: Das herausragendste und inspirierendste Erlebnis war, dass ich die Gemeinde in Willow Creek in Chicago besuchen durfte. Da habe ich ganz viele Anregungen für unsere zukünftige Arbeit erhalten. Die Liebe zu Jesus und die Liebe zu den Menschen ist mir bis heute nachdrücklich in Erinnerung und hat mein eigenes Arbeiten geprägt. Daraus sind unter anderem die come-in-Gottesdienste und später auch die Arbeit des Montagskaffees entstanden.

Worüber musst du heute noch lachen, wenn du daran denkst?
Gitta: (Lacht) Das weiß ich genau. Wir fuhren bei einem Hauptamtlichenausflug im Münsterland zusammen auf einem Riesentandem. Wir kamen an eine Fußgängerbrücke und mussten dieses Riesentandem darüber manövriert. Wir hatten einen Riesenspaß. auf dem Rückweg, als wir wieder an die Brücke kamen, sagten andere Fußgänger: „Da sind die Verrückten wieder!“ Überhaupt habe ich in den Jahren viel Freude gehabt und viel gelacht.


Was war deine größte Herausforderung?
Gitta: Es war über all die Jahre immer die Herausforderung, mit der Zeit zu gehen und gleichzeitig auf das zu hören, was Gott von uns will. Kinder- und Jugendarbeit hat sich doch im Laufe der mehr als 30 Jahre immer wieder gewandelt.


Was war dir in deiner Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wichtig?
Gitta: Mir war immer ganz, ganz wichtig, dass die Kinder an meinem Leben die Liebe Jesu erkennen können, dass sie spüren, dass ich echt bin in meinem Glauben. Ich habe immer versucht, die Kinder so lieb zu haben, wie sie sind und sie mit den liebenden Augen Jesu zu sehen.


Das ist dir gut gelungen. Welche Menschen haben dich in dieser Zeit besonders geprägt?
Rüdiger Schröter hat mich sehr geprägt. Mit ihm habe ich jahrelang in der Jungenjungschar zusammengearbeitet. Er hatte einen ganz einfachen und kindlichen Glauben an Jesus. Er hat ihm so vertraut und hat die Kinder einfach liebgehabt. Leider ist der viel zu früh gestorben. Ahli und Angelika mit ihrer offenen Tür und ihrem visionären Blick auf Gemeinde haben sehr nachhaltige Spuren in meinem Leben hinterlassen. Für diese Jahre bin ich sehr dankbar. Als drittes will ich Reiner Freudenreich nennen, mit dem ich damals hauptamtlich zusammengearbeitet habe. Er hatte eine nachgehende Liebe zu den Jugendlichen. Auch das hat sich in mir tief eingeprägt.

Deine engste Weggefährtin war sicherlich Anke Heyrock. Welche schönen Erinnerungen behältst du in deinem Herzen?
Gitta: Oh, da könnte ich vieles nennen. Ganz oben stehen bei mir die vielen Kinderfreizeiten und die Kinderbibelwochen. Privat haben wir viele Unternehmungen gemacht und manche Konzerte besucht. Anke hatte die Gabe, das Leben zu feiern. Und das haben mein Mann Wolfgang und ich mit ihr und Kai teilen dürfen. Da war sie sehr ansteckend.


Warum hörst du zum 1. Mai in der Kreuzkirche auf?
Gitta: Der erste Schritt war meine Fortbildung zur systemischen Beraterin vor einigen Jahren. Ich konnte mir immer schlecht vorstellen, bis zu meinem Ruhestand in der Kinder- und Jugendarbeit tätig zu sein. Ich habe in den letzten Jahren nebenberuflich schon als Beraterin gearbeitet und nicht erst da gemerkt, dass es mir ein Herzensanliegen ist, Kinder in schwierigen Lebensumständen zu unterstützen.


Hat das dazu geführt, dass du jetzt das machst, was du von nun an machen wirst?
Gitta: Richtig, seit anderthalb Jahren arbeite ich schon als Honorarkraft an der Grundschule Lösenbach. Dort ergab sich jetzt relativ kurzfristig die Möglichkeit als festangestellte sozialpädagogische Fachkraft zu arbeiten. Ich sehe über diese letzten Jahre deutlich, wie Gott mich diesen Weg geführt hat und bin ihm für diese Möglichkeit sehr dankbar.

Es fühlt sich für mich sehr richtig an.


Worauf freust du dich besonders nach der Hauptamtlichkeit in der Kreuzkirche?
Gitta: Erstmal freue ich mich Teil der Kreuzkirchengemeinde zu bleiben. Ich bin ja nicht weg! Nur mein Verhältnis wird sich natürlich verändern. Ich freue mich, dass nach dem Ende der Hauptamtlichkeit ich mich nun auf einen Arbeitsbereich konzentrieren kann. Die letzten 1½ Jahre zweigleisig zu fahren hat mir schon viel abverlangt.


Ein Fazit aus über 30 Jahren Arbeit in der Kreuzkirche?
Gitta: Erst einmal bin ich sehr dankbar, dass meine Stelle über so viele Jahre auf Spendenbasis finanziert worden ist. Allen, die das möglich gemacht haben, an dieser Stelle noch mal ein ganz, ganz herzliches Dankeschön! Ich bin unendlich dankbar, dass ich Gemeinde mitgestalten durfte - nicht nur in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sondern auch in vielen anderen Bereichen durften wir uns, mein Mann und ich, mit einbringen. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen der Pastoren, Presbyter und der Gemeinde über all die Jahre. Ich bin reich beschenkt durch viele Menschen, die mich begleitet haben und noch begleiten. Viele Freundschaften sind entstanden und ich bin nicht zuletzt reich beschenkt durch viele Kinder, mit denen ich ein Stück Leben teilen durfte.

Ich habe erfahren, wie Gott immer durch alle Höhen und Tiefen mitgegangen ist in den über 30 Jahren. Und ich bin überzeugt davon, dass Gott seine Gemeinde an der Kreuzkirche auf neuen Wegen weiter baut. Dazu wünsche ich euch allen und auch mir Gottes Segen.

Auch wir sind sehr dankbar für die vielen Jahre und freuen uns, dass Gitta uns als Gemeindeglied erhalten bleibt. Wir wünschen ihr für ihren neuen beruflichen Lebensabschnitt viel Freude, Kraft und Gottes Segen. Wir sind sicher: Sie wird auch für die Kinder, Lehrerschaft und Eltern der Grundschule Lösenbach ein Segen sein!


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